Begleitung in der Ausbildung
Mentoring ist in der Persönlichkeitsentwicklung keine revolutionäre Sache. Schon lange macht man sich in vielen Unternehmen und Organisationen die Idee des Mentorings zu Nutze, um jüngere, unerfahrene (= Mentorant) an ihre Aufgaben heranzuführen.
Mentoring ist eine Art von Wissens- Erfahrungs- und Erkenntnisweitergabe, die maßgeblich durch eine Beziehung zwischen einer erfahrenen, reifen Persönlichkeit, dem Mentor, und einer weniger erfahrenen Person, dem Mentoranten, geschieht. Der Prozess der Übertragung, Förderung und Veränderung aus dieser Lernbeziehung heraus wird als Mentoring bezeichnet.
Beim Mentoring geht es also nicht nur um Übertragung und Weitergabe von reinem Wissen, sondern um einen Lernprozess, der sich aus zwei Faktoren zusammensetzt: Aus der Prägung durch Beziehung, Vorbild, Erfahrung, Reife und aus dem eigentlichen Informationsgehalt.
Mentoring ist darüber hinaus ein guter Ansatz für längerfristige, individuelle Lernprozesse, die durch Seminare und Workshops nicht initiiert werden können. Kernstück dabei bleibt die direkte Beziehung zwischen dem Mentor und Mentoranten. Darin trägt der Mentor durch Begleitung und Reflektion dazu bei, dass der Mentorant sich zu seinem vollen Potenzial entfaltet.
Im BFP wurde 1997 der Beschluss über ein Ausbildungssystem mit integriertem Mentoring-Prozess gefasst (siehe Berichte der 100. und 101. Bundeskonferenz).
Inzwischen ist der Mentoring-Prozess ein maßgeblicher Bereich in der Kandidatenausbildung. Aus diesem Grund muss jeder Kandidat in ein Beziehungsgeflecht von Mentor, Gemeinde, Distrikt, Region und Bund eingeflochten sein.
Ziele erreichen
Durch die Beziehung und Nähe zur Persönlichkeit des Mentoren können Lerninhalte über einen längeren Zeitraum hinweg mit Leben erfüllt und transportiert werden. So findet eine bleibende Übertragung, Veränderung und Förderung eines lernenden Menschen statt. Darum sollte eine gewisse Umkehrung und Rückbesinnung auf die Werte einer Lernmethodik erfolgen, die Gott uns beispielhaft in seinem Wort zeigt und in der dieses menschliche Beziehungsgeflecht wieder eine größere Rolle spielt.
